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    Die Radiosynoviorthese hat seit vielen Jahren in der Therapie chronisch entzündlicher Gelenkerkrankungen einen wichtigen Stellenwert. WEITERLESEN →
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    Dr. Bernhard Oder
    Oberarzt der Abt. für Radiologie und Nuklearmedizin im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien, Leiter des Departments für Nuklearmedizin WEITERLESEN →

RSO Therapie - Durchführung und Wirkprinzip

Unter sterilen Bedingungen werden Radionuklide sowie ein Cortisonpräparat direkt in das erkrankte Gelenk injiziert und können lokal ihre entzündungsabbauende Wirkung entfalten. Es kommt zu einem Abbau der chronisch verdickten Gelenksinnenhaut, die durch eine neue, gesunde Innenschicht ersetzt wird. Die Schmerzen sowie die Schwellung bilden sich zurück, und weitere Gelenksdeformitäten können verhindert werden. Die Strahlung selbst hat eine Reichweite von 1-9 mm und hat keine systemischen Nebenwirkungen.

Die Behandlung ist einer Gelenkspunktion vergleichbar, schmerzarm und rasch durchführbar. Danach wird das behandelte Gelenk für 48 Stunden ruhig gestellt, und eine Schonung für 2 Wochen wird von uns empfohlen. Eine ambulante Kontrolle findet 4-6 Monate nach der Therapie statt.

Bild: IBA  Bild: IBA 

 Punktion des Gelenks (in lokaler Betäubung und unter sterilen Bedingungen) und Injektion des Radiopharmakons

 

Bild: IBA 

Rückgang der Synovialitis (Entzündung der Gelenksinnenhaut) nach Applikation des Radiopharmakons, Rückgang der Ergussbildung und der Schmerzsymptomatik nach mehreren Wochen.


Zur Vermeidung einer Gelenksinfektion erfolgt die Punktion unter absolut sterilen Bedingungen (OP-ähnlich).
Die versehentliche Verabreichung der therapeutischen Substanz (β-Strahler) außerhalb des Gelenks kann zu schlecht heilenden Wunden führen. Es wird daher die sichere Lage der Nadel im Gelenksraum  radiographisch (Injektion von Kontrastmittel in das Gelenk unter Röntgenkontrolle) vor Applikation der therapeutischen Substanz bewiesen. Eine falsche Injektion ist somit extrem selten.
Leichte Schmerzen und eine geringe Schwellung in den ersten 48 Stunden sind möglich. Dagegen helfen „Hochlagern“, lokale Kühlung und ev. auch eine Schmerzmedikation.